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B 8 Ausbau: Vorwärts in die Vergangenheit

Das staatliche Bauamt bezeichnet es als Erhöhung der Verkehrssicherheit, wenn mit einem 3. Fahrstreifen der Überholdruck durch freie Fahrt entspannt wird. Mit Kosten von voraussichtlich 35 – 50 Mio € wird die B8 in geradezu aberwitziger Weise 3-spurig und mit Kreuzungen ausgerüstet, die gesetzlich diesem 3-streifigem Ausbau entsprechen.

 

Außerdem sind geplant:

Brückenbauwerke an der Abzweigung östlich Emskirchen Richtung Hagenbüchach  (NEA 8),  eine Kreuzung bzw. extra Straßen, genannt Wirtschaftswege, bei Plankstatt, incl. Unterführung für die Schafe.

In Bräuersdorf erreicht der Gigantismus einen weiteren Höhepunkt: Die Bürger/Innen werden dafür mit einer Zugabe, sprich Lärmschutzwand beruhigt, weil höhere Geschwindigkeiten mehr Lärm verursachen.
Man nennt diesen Ausbau bedarfsgerecht, damit die Pendler am Morgen das Stauende in Nürnberg 2 Minuten früher erreichen und nach Arbeitsende abends ihre verdiente Entspannung auf dem Überholstreifen finden.

Kostengünstige Kreisverkehre sind bei 3-streifigen Ausbauten nicht vorgesehen und werden deshalb nicht weiter diskutiert. Ein 3. Gleis auf der Bahnstrecke Nürnberg Würzburg fehlt seit langem und wäre zeitgemäß!

Dieser Straßenbau ist eine Planung aus der Vergangenheit, als mit dem Leugnen des Klimawandels noch Wahlen zu gewinnen waren.
Das Planfestellungsverfahren läuft, aber:
o    es fehlt die Radwegsplanung,
o    es fehlen aktuelle Kostenschätzungen,
o    es fehlen Angaben zum Landverbrauch,
o    es fehlen Geschwindigkeitsbeschränkungen an den vorhandenen Kreuzungen,
o    es fehlen aktuelle Unfallzahlen nach Eröffnung der Rechtsabbiegemöglichkeit an der Sixtmühle
o    es fehlt ein Lärmgutachten entlang der Strecke
o    es fehlen aktuelle Verkehrszählungen
o    es fehlen Verkehrszählungen über die Tageszeiten
o    es fehlt ein Vergleich der Unfallerwartung 2-spurig mit Kreisverkehr
o    es fehlen aktuelle Zahlen der Kostenbeteiligung für die Gemeinde Emskirchen


Mit all diesen offenen Fragen wird die Planfestellung vorangetrieben für eine Strecke von etwa 4,1 km und Kosten von ca. 35 – 50 Mio €.

Das Festhalten an dieser Planung im Bewusstsein des Pariser Klimaabkommens und der aktuellen Ziele der Bundesregierung konterkariert alle Bemühungen für das Erreichen des 1,5° Zieles. Der Klimareport des Bayerischen Landesamtes für Umwelt bleibt bei öffentlichen Behörden ohne jede Auswirkung, jeder macht seins!

Der Ausbau eines kostenfreien ÖPNV Netzes, finanziert mit den Einnahmen aus der CO2-Abgabe, ist die Aufgabe unserer Gesellschaft und die Pflicht der gewählten Vertreter. Der Straßenneubau muss diesem großen Ziel untergeordnet werden ebenso wie es höchste Zeit wäre, den Ausbau der extrem teuren ICE-Rennstrecken sowie die Geldvernichtung in Luxusbahnhöfen zu beenden.


Das sture Festhalten an Planungen aus der Vergangenheit, die Ignoranz gegenüber wisssenschaftlichen Erkenntnissen zum Klimawandel und das Unterlassen vorbildlichen Handelns signalisiert der aufgeschlossenen Gesellschaft: alles nicht so schlimm, das Wochenende in Malle ist ok.


Wo bleibt die Politik?

Informationen über Ausbau bzw. Planfestellungsverfahren der B8 finden Sie unter https://www.regierung.mittelfranken.bayern.de/service/planfeststellung/unterlagen/pls_b8_emskirchen/index.html

 

 

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