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Eine Revolution für 9 € !

Die Einführung des 9€-Tickets ist revolutionär, weil es einfach so, per Beschluss, möglich war, akribisch entwickelte, hochkomplexe Tarifzonen und fast in Stein gemeiselte Verbundgrenzen bundesweit für nichtig zu erklären.

Aus einer Vision wurde, was bisher für unmöglich erklärt wurde, ein einfaches und übersichtliches Tarifsystem für Nahverkehrszüge, Bus, U- und Straßenbahn, das die Bürger*innen massenhaft nachfragen. Aus dieser Vision wurde, wenn auch unbewusst, ein bundesweites Sozialprogramm, das Mobilität für alle zugänglich macht.


Die Gültigkeit des 9€-Tickests in allen 152 Verkehrsverbünden in Deutschland muss das dauerhafte Ende dieser Tarif-Kleinstaaterei einläuten. Die Nachfrage zeigt, dass es funktioniert und eine Erfolgsstory geschrieben wurde, die das Land, den Individualverkehr und die Mobilitätsansprüche verändern wird. Die Auswirkungen dieses Tickets sind vergleichbar mit der Einführung des EEG vor 23 Jahren. Es gibt kein Zurück mehr, denn der Grundstein für die Verkehrswende wurde mit 9€ gesetzt. Die Weiterentwicklung und Manifestierung dieses Systems ist Aufgabe und Pflicht der Ampel. Statt einer quälenden Evaluierung der Erkenntnisse ab September bis zum Jahr x brauchen wir eine Übergangsregelung mit den gleichen Grundlagen wie dem derzeit bundesweit einheitlichen Tarif. Der Wegfall des Tankrabatts wird den Druck auf den ÖPNV erneut verstärken. Ein Rücksturz in alte Preisgefüge und Tarifzonen wird zwangsläufig den sozialen Unfrieden auf die Straßen bringen.


Dieses Ticket ist eine Revolution! Der Ampel bleiben noch etwa 6 Wochen, bis die Erfolgsgeschichte weitergeschrieben wird oder die Revolution ihre Kinder frisst.

Die Debatte um die Fortsetzung oder Pause des 9€ -Tickets hat begonnen, ohne dass bei den bisherigen Beiträgen der soziale Aspekt eine besondere Würdigung erfährt. Die neuesten Verlautbarungen von 39, 49 oder 69 € / Monat bedeuten 468 €, 588 € oder 828 €/Jahr - für Rentner oder Geringverdiener bereits eine hohe Hürde! Für eine 4-köpfige Familie heißt das, 1872 €, 2352 € oder 3312 €/Jahr. Damit werden Familien und Geringverdiener erneut von der Mobilitätsteilhabe ausgegrenzt.

Diese Debatte vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, einer Verdreifachung der Heizungskosten und einer hohen Inflation birgt großen sozialen Sprengstoff. Für den Klimaschutz, CO2-Vermeidung und den sozialen Frieden ist der bezahlbare ÖPNV die erste Voraussetzung!

 

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