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Zeit für Postwachstums - Debatte

Die Pandemie sollte ein Anlass sein, grundsätzlich über uns als Verbraucher und unser Wirtschaftssystem nachzudenken. Es ist längst bekannt, dass wir drei Erden bräuchten, wenn wir mit unseren Ressourcen weiter so wirtschaften wie bisher. Mit einer Unmenge täglich produzierter und um den gesamten Globus transportierter Waren, die dann irgendwo vernichtet werden, weil sie doch keiner braucht. 

Das ständig steigende Wirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte, in Verbindung mit einer liberalen Meritokratie-Ideologie, führte nicht nur zur Klimakatastrophe und Umweltzerstörung weltweit, sondern auch zu einer wachsenden Kluft zwischen Reichtum und Armut.

Wie man beobachten kann, führt Wachstum nicht automatisch zu einem ausgeglichenen Wirtschaftssystem, in dem möglichst viele Menschen davon profitieren. Das Gegenteil ist der Fall. Maximale Vorteile und Gewinne bleiben auf eine überschaubare Wirtschaftselite beschränkt. Vermögenskonzentration bedeutet Machtkonzentration. Eine politisch-demokratische Teilhabe der Mehrheit der Gesellschaft wird damit eingeschränkt.

Es wäre jetzt also dringend eine globale Postwachstums-Debatte angesagt, die auch die Bereiche Umwelt, Klimawandel und Umverteilung, sprich: soziale und ökonomische Gerechtigkeit mit einschließt.

Die bedenkliche aktuelle Lage der Welt beruht aber weder auf natürlichen Ursachen noch auf natürlichen gesellschaftlich-politischen Gesetzmäßigkeiten. Sie ist allein von Menschen gemacht, und kann (muss) von Menschen auch wieder verändert werden.


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