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Was unterscheidet die ÖDP von den Grünen?

1. Wirtschaftspolitik

Die ÖDP steht für das Konzept der „Gemeinwohlökonomie“: Das absolute Profit-Streben soll sowohl gesamtgesellschaftlich als auch betriebswirtschaftlich durch eine Gewinnermittlung ersetzt werden, bei der auch ökologische und soziale Erfolge von Volkswirtschaft und Unternehmen in die Bilanz einfließen.

Die ÖDP will ein anderes Wirtschaften, das natürliche Ressourcen schont, Energie- und
Materialeinsatz mindert sowie durch umweltschonende Produktionsweisen und faire Löhne die
menschliche Ausbeutung beseitigt. Wirtschaftswachstum zu Lasten von Mensch und Natur wird abgelehnt. Die Grünen setzen auf einen „Green New Deal” und wollen allein durch moderne technische Möglichkeiten die Umwelt retten, nicht aber durch Einschränkungen des verschwenderischen und umweltschädlichen Lebensstils. Der Forderung, Klimaschutz und Schutz vor radioaktiver Verstrahlung als eine von jedem Bürger einklagbare Verpflichtung des
Gesetzgebers im Grundgesetz festzuschreiben, stehen die Grünen unentschlossen gegenüber,
während diese Forderung des Solarenergiefördervereins Deutschland e.V. von der ÖDP geteilt wird.

Obwohl die Grünen landläufig als „links“ gelten, haben sie in ihrer Regierungszeit einen verhängnisvollen neoliberalen Kurs gefahren: Unter einer rot-grünen Regierung wurde beschlossen:
– Senkung des Spitzensteuersatzes
– Senkung der Körperschaftssteuer
– Deregulierung des Kapitalmarktes
– Senkung der Erbschaftssteuer
– Ausweitung der Leiharbeit und des Niedriglohnsektors


2. Lebensstil

Wir sind wachstumskritisch und plädieren für einen bescheideneren Lebensstil, während die Grünen mit ihrem Konzept „Green New Deal“ am Wachstumsgedanken festhalten und die ökologischen Grenzen als absolute Größe nicht anerkennen. Die ÖDP versteht unter „Wohlstand“ das gute Leben ohne Zwang zu immer mehr und nie genug! Die ÖDP verschweigt nicht, dass Abstriche am materiellen Konsum unvermeidlich sind. Ohne die Haltung der „Suffizienz“ (Genügsamkeit, „...das brauche ich nicht“) wird der Planet nicht stabilisiert werden können. Sinnvoller als der Ansatz „Green New Deal“ erscheint uns das Konzept einer
„Postwachstumswirtschaft“ (Niko Paech).


3. Unabhängigkeit – Lobbyismus

Um lobbyfreie Politik machen zu können, müssen Firmenspenden an Parteien verboten werden. Die ÖDP nimmt seit Ihrer Gründung keine Firmenspenden an. Außerdem fordert die ÖDP ein Verbot von Parteisponsoring. Die Grünen hingegen nehmen Konzern- und Firmenspenden an. Sie wollen lediglich „entsprechende Regeln auch für das Parteisponsoring einführen“ und es nicht grundsätzlich verbieten.


4. Menschenbild

Die ÖDP hat sich vor rund 30 Jahren von den Grünen getrennt, als feststand, dass es in dieser Partei für den Schutz des ungeborenen Lebens kein Verständnis gibt. Das Problem wurde ausschließlich unter dem Aspekt des Selbstbestimmungsrechts der Frau diskutiert. Auch die ÖDP will keine Strafrechtslösungen. Wir wollen aber argumentativ das Lebensrecht am Anfang und am Ende stärken. In einem wohlhabenden Land darf es keine „sozialen Notlagen“ geben, die zu Abtreibungen veranlassen.


5. Familie

Die ÖDP tritt im Bereich Familienförderung für ein steuer- und sozialabgabenpflichtiges
Erziehungsgehalt ein.
Eltern sollen Wahlfreiheit haben und somit benachteiligungsfrei entscheiden können, ob sie ihr Kind bis zum dritten Lebensjahr selbst betreuen, in eine Betreuungseinrichtung geben oder eine Tagesmutter anstellen wollen. Außerdem soll es in gleicher Weise auch ein Pflegegehalt geben, wenn es darum geht, Angehörige zuhause selbst zu versorgen. Die ÖDP hält nach wie vor den Artikel 6 Grundgesetz (Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung) für wertvoll und unverzichtbar. Für die Grünen ist die Familie offenbar ein Auslaufmodell; dies zeigt sich an der Vorstellung, die Kindererziehung alleine dem Staat zu überlassen.

 

6. Bildung

Für die ÖDP ist die Schule ein Ort der Potentialentfaltung und der Persönlichkeitsentwicklung.
Neben den grob- und feinmotorischen Fähigkeiten gilt es Selbstwirksamkeit, Lust am Lernen,
Empathiefähigkeit und soziale Kompetenzen zu erlernen. Für eine Schule der Zukunft benötigen
wir vor allem eine zweite Lehrkraft in allen Klassen und kleinere Klassen und nicht Unsummen für neue Tablets, wie von allen Parteien inkl. den Grünen gefordert.
Die ÖDP sieht dies als fatalen Irrweg. Denn neben den nachgewiesenen gesundheitlichen Problemen des zunehmenden digitalen Medienkonsums (Kurzsichtigkeit, Konzentrationsschwächen, Schlafprobleme) nehmen erwiesenermaßen auch die schulischen Leistungen vor allem bei sozial schwächeren Schülern ab, wenn digitale Medien eingesetzt werden. Die ÖDP wehrt sich gegen die Digitalisierung der frühen Pädagogik.

Eine „analoge“ Kindheit mit Erlebnissen im Freien, mit praktischen und sportlichen Aktivitäten, Umgang mit Tieren etc. schafft mehr Lebensqualität als das zwanghafte Streben nach angeblich nötiger digitaler Bildung in der frühesten Kindheit.


7. Drogenpolitik

Die ÖDP lehnt die Legalisierung weiterer „Alltags-Drogen“ wie Marihuana ab. Eine sprachliche
Verharmlosung („weiche Drogen“) dient niemandem. Die Grünen möchten diese erlauben.


8. Gentechnik

Die ÖDP sieht die Gentechnik als Gefahr für das Leben und für die bäuerliche Landwirtschaft und lehnt sie deswegen konsequent ab. Die Grünen haben bereits unter der damaligen Ministerin Künast die Gentechnik faktisch gefördert, indem man sich auf europäischer Ebene der Stimme enthalten hat. Der grüne Parteichef Habeck wirbt innerparteilich bei den Grünen dafür, sich für die Gentechnik zu öffnen.

 

9. Energiewende

Die schnellstmögliche Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien ist für die ÖDP der Schlüssel für einen wirksamen Klimaschutz. Die Grünen betonen dies verbal auch, haben aber in vielen Parlamenten eben dies verhindert oder die Fortführung der Atomkraft und Kohleverbrennung hingenommen. Besonders tragisch ist aktuell, dass der Konzern RWE zur Abholzung des Waldes und zur Ausbeutung der Braunkohlelager im „Hambacher Forst“ die Erlaubnis von der damaligen rot-grünen Landesregierung von NRW erhalten hat.

 

10. Europa

Im Wahlprogramm fordern die Grünen ein Europaparlament, welches mehr Kompetenzen
bekommen und die Bürgerbeteiligung stärken soll. Fakt ist jedoch, dass die Grünen dem „Lissabon-Vertrag“ zugestimmt haben, der die Demokratie noch weiter einschränkt und lebenswichtige Entscheidungen auf nicht-gewählte EU-Instanzen überträgt. Die ÖDP hingegen will Volksentscheide über alle zentralen politischen Fragen und ein starkes EU-Parlament. Europa braucht mehr Demokratie, damit Europa von den Menschen wieder positiv begleitet wird.

 

Von allen anderen Parteien unterscheidet sich die ÖDP durch folgende Überzeugung

Staat, Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich von „Wachstums“-Zwängen befreien:

  • Vom Zwang zur ständigem Steigerung des Konsums.
  • Vom Zwang, die Profite in absurde Höhen zu treiben.
  • Vom Zwang, die natürlichen Ressourcen immer rascher aufzubrauchen und Rohstoffe in
  • feste, flüssige und gasförmige Abfälle zu verwandeln.
  • Vom Zwang, natürliche Lebensräume anzugreifen und die Artenvielfalt zurückzudrängen.
  • Vom Zwang, notfalls auch mit militärischen Mitteln die Ressourcenzufuhr zu „sichern“.


Die ÖDP ist die einzige Partei in Deutschland, die sich den Ideen der Postwachstums- und
Gemeinwohlökonomie verpflichtet sieht, während alle anderen Parteien in unterschiedlicher Intensität dem gefährlichen Wachstumsdogma huldigen.

Diese geistige Freiheit verdanken wir zu einem erheblichen Teil auch dem konsequenten Verzicht
auf Spenden aus den Kassen von Konzernen und Lobby-Organisationen.
Auch diese ganz
besondere Freiheit unterscheidet die ÖDP von allen anderen Parteien in Deutschland.

 

CDU/CSU

Die CDU/CSU hat lange Zeit offen für die Zulassung genmanipulierter Pflanzen gekämpft und fördert heute noch trickreich (z.B. durch Stimmenthaltung auf der EU-Ebene) diesen Angriff auf die evolutionäre Schöpfung. Die ÖDP lehnt die Freisetzung genmanipulierter Lebewesen (Agrogentechnik) kompromisslos ab.Die CDU/CSU fordert Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA, TISA zugunsten multinationaler Konzerne und zu Lasten von Demokratie und Rechtsstaats-prinzip.

 

SPD

Die SPD ist hauptverantwortlich für die Fortsetzung der industriellen Kohleverbrennung. Damit torpediert sie den Klimaschutz, stützt gleichzeitig die Großkonzern-Strukturen in der Energie-wirtschaft und verhindert eine sinnvolle Regionalisierung dieses Wirtschaftsbereiches. Die ÖDP tritt für eine Energieversorgung zu 100% aus erneuerbaren Quellen ein, weil nur so das Weltklima geschützt werden kann.

 

FDP

Die FDP tritt offen für die Agrogentechnik ein, stützt das alte, fossil-nukleare Energiesystem und pflegt nach wie vor marktradikale wirtschaftspolitische Ideen. Die ÖDP sieht in der Ausrichtung derWirtschaftspolitik an marktradikalen („neoliberalen“) Lehren ein Hauptübel unserer Zivilisation.

 

AfD

Die AfD leugnet die von Menschen verursachte Überhitzung der Atmosphäre. Sie will die Atomkraftwerke weiter betreiben und so die Menge des radioaktiven Mülls vergrößern. Sie fordert die Einstellung aller Förderungen für erneuerbare Energien und tritt sogar für die Abschaffung der Energieeinsparverordnung ein. Diese Partei pflegt enge Beziehungen zur äußersten Rechten und baut ihr Programm auf national-egoistischen und materialistischen Konzepten auf. Das grundgesetzliche Recht auf Asyl will sie abschaffen. Im Gegensatz dazu tritt die ÖDP für eine weltweite, faire und ökologisch-soziale Marktwirtschaft mit hohen sozialen und ökologischen Standards ein, weil nur so die Ursachen von Flucht und Migration reduziert werden können.

 

Piraten

Die Piraten scheitern regelmäßig an der Notwendigkeit, sich ein umsetzbares Programm für alle Politikbereiche und belastbare Strukturen für die innerparteiliche Demokratie zu erarbeiten. Die ÖDP hat diese Leistungen seit langem erbracht und verfügt über langjährige kommunalpolitische Erfahrungen.

 

Freie Wähler

Die "Freien Wähler“ sind als kommunalpolitische Lokalgruppierungen entstanden und sind dies zum großen Teil immer noch. Sie stehen deshalb in Gefahr, lokalegoistische Positionen über globale Lösungen zu stellen. Die ÖDP arbeitet umgekehrt: Globale Probleme müssen als solche erkannt und analysiert werden; für die Lösungen sind sowohl globale Verträge als auch europäische, nationale und lokale Gesetze und Initiativen nötig.

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