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Cannabis schon bald im Sonderangebot?

"Wir führen die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften ein“ heißt es im Ampel-Koalitionsvertrag. Es ist anzunehmen, dass diese Ankündigung der neuen Bundesregierung flott umgesetzt werden wird – schließlich ist das legale Kiffen ein seit Jahren intensiv vorgetragener Wunsch der grün-liberal-linken Szene. 

Unbestritten ist es der traditionellen Drogenpolitik in den vergangenen Jahrzehnten nicht gelungen, die Gefahr einzudämmen. Deshalb haben auch konservative Menschen eine gewisse Sympathie für neue Ansätze. Nur muss klar sein, dass über allem das Ziel steht, jeglichen Drogenkonsum zurückzudrängen und auf keinen Fall auszuweiten. Die anstehende Legalisierung einer weiteren hochgefährlichen Droge muss deshalb begleitet werden, von einer umfassenden und kreativ-ansprechenden Präventionskampagne. Ob das mitbeschlossen wird? Ob auch die auf diesem Gebiet enorm wichtige Kulturszene mitmachen wird?  Lustige Passagen in Unterhaltungsfilmen mit kiffenden Kommissaren oder Damenkränzchen mit kreisendem Joint verharmlosen seit langem ein Verhalten, das vor allem bei jungen Menschen nicht selten zu massiven Psychosen und dauerhaften existenziellen Problemen führt. 

Auf jeden Fall kommen auf die familiäre und schulische Pädagogik neue Probleme zu: Das einfach zu entschlüsselnde Signal „das ist verboten“ fällt weg. Wir brauchen jetzt glaubhafte Menschen im Nahbereich der Kinder und Jugendlichen, denen es gelingt, den Zukunftskiller Droge in seiner ganzen Jämmerlichkeit zu entlarven. Cannabis legal im Laden (womöglich zeitweise auch im Sonderangebot?) darf nicht als „Kaufargument“ ankommen. 


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