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Antrag der ÖDP/ZG - Fraktion: PV Anlage Kindergarten Brunn

Die Fraktion ÖDP/ZG beantragt hiermit, das Dach des Kindergartens Brunn mit einer maximal möglichen PV Anlage auszustatten. Bei einer Dachneigung von 8 Grad eignen sich Dachausrichtungen in allen Himmelsrichtungen. Die Dachkonstruktion des Gebäudes ist so auszuführen, dass die Montage von PV Modulen möglich ist.

Begründung:
Der Ausstieg aus fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie in der Bundesrepublik ist beschlossen, so dass der Umstieg auf regenerative Energien bestmöglich zu nutzen ist. Dabei spielt die Stromerzeugung mittels PV Anlagen eine herausragende Rolle.
In der Diskussion um den Ausbau der PV wird der vorrangige Ausbau auf Dächern dem der Freiflächenanlagen in weiten Teilen der Bevölkerung und Politik vorgezogen. Dem Ansinnen sind aber Grenzen gesetzt, da auf Immobilien in privater Hand nicht zugegriffen werden kann. Wenn nun aber Kommunen neue Gebäude planen, sehen wir es als Pflichtaufgabe, dem Thema PV einen hohen Stellenwert einzuräumen. Dieser Aspekt ist bereits bei der Grundlagenplanung einzubeziehen.


Gemäß derzeitigem Planungsstand soll das Gebäude über eine Wärmepumpe beheizt werden. Dies ist ein weiterer Grund, den hohen elektrischen Energieverbrauch eines solchen Heizungssystems bestmöglich über Eigenerzeugung abzudecken. Damit werden wir einerseits den Anforderungen der Klimaziele gerecht und erhöhen andererseits die Wirtschaftlichkeit der Anlage, da der Eigenstrom deutlich kostengünstiger erzeugt werden kann als der Bezugsstrom des Energieversorgers.


Bei der nun im November 2021 vorgestellten Planung wird eine Dachkonstruktion von 8 Grad Dachneigung dargestellt. Gemäß Auskunft des Bauamts ist ein Blechdach vorgesehen. Ob ein Spitzdach mit 8 Grad Dachneigung eine optimale Kosten-Nutzenlösung darstellt, möchten wir hier nicht diskutieren, wenngleich Zweifel bestehen.
Die Konstruktion lässt es aber zu, auf allen Dachflächen, unabhängig der Himmelsrichtung, eine PV Anlage wirtschaftlich zu betreiben. Montagesysteme für PV-Anlagen auf Blechdächern werden am Markt angeboten.
Der geringe Dachneigungswinkel wirkt sich hier positiv aus.  Eine Dachneigung von 8 Grad ist zwar nicht optimal, aber für den Energieertrag nahezu unabhängig von der Himmelsrichtung möglich.

Die Ausrichtung auf verschiedene Himmelsrichtungen hat zudem gegenüber der ausschließlichen Südausrichtung den Vorteil, dass die Stromproduktion auf die Tageszeit besser verteilt wird.
Trotz Einschränkungen bei der Ertragserwartung ist festzuhalten, dass bei einem deutlichen Ausbau der Dachflächen PV Anlagen auch Dächer heranzuziehen sind, die nicht das Optimum darstellen.


Politisch sehen wir es als unabdingbar, bei einem gemeindlichen Projekt unserer Vorbildfunktion gerecht zu werden. Wie sonst wollen wir private Hauseigentümer*innen überzeugen, diesen Schritt zu gehen?
Wir bitten die Verwaltung, den Antrag fachlich und wirtschaftlich zu prüfen. Bei einer wirtschaftlichen Darstellbarkeit ist die Realisierung dem Baufortschritt entsprechend umzusetzen.

Johannes Maibom    

Für die Fraktion

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