Kinder und Familien:

Kaum ein Lebensbereich des Menschen ist durch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung und durch die einseitig materialistische Sicht der Welt so stark gefährdet wie die Familie: Das moderne Arbeitssystem, beengte Wohnanlagen, zentralisiertes Schulwesen und das inflationäre Medienangebot setzen den Familien zu. Trotzdem bleiben wir dabei: Die Familie hat sich als die beste Form des Zusammenlebens bewährt. Wir wollen die Rückbesinnung auf Werte anregen, die sich nicht an Besitz und Konsum messen lassen. In der Familie kann dieses Wertebewußtsein am besten vermittelt werden. Der längst überfällige gerechtere Familienleistungsausgleich ist zwar Aufgabe des Staates, aber auch der Kreis kann in seinem Zuständigkeitsbereich einen Beitrag für ein kinder- und familiengerechtes Umfeld, für die Aufwertung der Familienarbeit und für die Chancengleichheit von Frauen und Männern leisten.


Das ÖDP-Konzept:

  • Schaffung qualifizierter Teilzeitarbeitsplätze für Frauen und Männer in kreiseigenen Einrichtungen.
  • Verbesserungen bei der Kinderbetreuung, Ausbau von Kindertagesstätten in Kindergärten, familienfreundliche Öffnungszeiten, Verbesserung der Chancen beim beruflichen Wiedereinstieg.
  • Fort- und Weiterbildungsangebote unter Berücksichtigung der Belastung aufgrund familiärer Aufgaben.
  • Förderung der ambulanten und stationären Hilfen zur Unterstützung der Pflegetätigkeit in den Familien.
  • Einrichtung eines Ausschusses für Frauenfragen, der allen Frauen als Ansprechpartner dient, die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten unterstützt und speziell für Frauen wichtige Themen bearbeitet.


Jugend:

Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für die Persönlichkeitsbildung junger Menschen haben sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert. Die Suche nach der eigenen Identität, nach Lebenssinn und Lebenssicherheit ist für die jungen Menschen zweifellos schwieriger geworden. Ein Indiz hierfür sind die Zunahme des Drogen- und Rauschmittelmißbrauchs und das Auftreten extremistischer gewaltbereiter Jugendlicher. In dieser Situation ist es erforderlich, daß die Politik die vielfach vorhandene gute Jugendarbeit unterstützt und auch finanziell fördert. Weil die Jugendverbände aber gerade diejenigen Gruppen von Jugendlichen oft nicht erreichen, die unter ungünstigen sozialen und familiären Bedingungen aufwachsen, ist auch die offene Jugendarbeit von großer Bedeutung.

Das ÖDP-Konzept:

  • Jugend und Jugendarbeit muß in der Politik stets Beachtung finden.
  • Die Jugendarbeit von Organisationen (kirchliche, sportliche, kulturelle Jugendarbeit; Jugendverbände von Hilfsorganisationen usw.) soll in dem Bemühen unterstützt werden, ehrenamtliches und soziales Engagement zu aktivieren. Denn gerade die Jugendverbände können, wenn sie entsprechend unterstützt werden, einen wesentlichen Beitrag zur Prävention der heutigen Jugendprobleme leisten.
  • Fortschreibung des Jugendhilfeplans.
  • Sicherung der personellen Struktur der Jugendarbeit (Jugendpflege, Kreisjugendring, Personal von Jugendfreizeitzentren ). Finanzielle Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeiter (z.B. Fortbildungskosten).


Leben im Alter, Leben mit Behinderung

Alle öffentlichen Hilfen zur Bewältigung der besonderen Problemlagen des Alters oder einer schweren Behinderung müssen darauf abzielen, soviel Selbstständigkeit wie nur irgend möglich zu erhalten. Öffentliche Träger, private Vereine und Initiativen müssen darin bestärkt werden, auch ältere Menschen in soziale, kulturelle und ökologische Initiativen einzubeziehen.

Das ÖDP-Konzept:

  • Arbeitsplätze und öffentliche Einrichtungen aller Art sind so zu gestalten, daß die Integration Behinderter zur Selbstverständlichkeit wird.
  • Die öffentlichen Verkehrsmittel müssen auch für Senioren und Behinderte  benutzerfreundlich sein.
  • Eine angemessene Zahl von Kurzzeitpflegeplätzen.
  • Die Einführung einer ÖPNV- Seniorenkarte.
  • Die Herausgabe eines Wegweisers mit wichtigen Telefonnummern und Tipps für die besonderen Probleme im Alter und bei Behinderung.
  • Kleine Verbesserungen ohne großen finanziellen Aufwand erleichtern oft den Alltag der Senioren: ein Handlauf auf einem gefährlichen öffentlichen Weg, eine Treppe, eine verbesserte Bushaltestelle ...
  • Fortschreibung des Altenhilfeplans.
  • Gründung eines Seniorenbeirates, der die Probleme der Senioren einer breiten Öffentlichkeit bewusst macht und zur Problemlösung beiträgt.
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