Alleinstellungsmerkmale der ÖDP

Münchsteinach. Die Alleinstellungsmerkmale der Ökologisch Demokratischen Partei herauszuarbeiten war das Ziel des politischen Abends des ÖDP Kreisverbandes mit dem Landtag-Direktkandidaten Jürgen Osterlänger. Wesentlich seien die passenden Antworten auf die wirklich wichtigen Systemfragen, den Artenschutz, menschengerechte Bildungspolitik, den Umbau des Wirtschaftssystems hin zur Gemeinwohlökonomie und die Wertschätzung der Sorgearbeit.

Die ursprünglich gestellte Frage „Was ist konservative Politik“ mit konservativ = bewahren führte letztendlich nicht weiter. Es geht nicht um Etiketten und darum, wie Begriffe definiert werden, sondern wie man denkt und ob man wirklich eine nachhaltige und enkeltaugliche Gesellschaft anstrebt. „Eine Partei ohne Vision, die nur die Gegenwart verwaltet, ist überflüssig. Um so wichtiger ist es jetzt, wo es an sehr vielen Stellen brennt, die Weichen endlich richtig zu stellen“, so Osterlänger. Aus dem Programmheft der bayerischen ÖDP „132 Gründe, die ÖDP zu wählen“, wurden einigen exemplarisch dargestellt und in der Runde diskutiert. So gelte es jetzt, das Artensterben nicht mehr hinzunehmen und das aktuell von der ÖDP iniiterte Volksbegehren „Rettet die Bienen“ kräftig zu unterstützen. Mit einem Existenzsicherungsvertrag für Bauern will die ÖDP Sicherheit geben und Pflege der Kulturlandschaft honorieren und damit auch dem Bauernsterben begegnen.

Die ÖDP will mit Fairhandelsverträgen endlich nicht mehr auf Kosten anderer wirtschaften und damit auch Fluchtursachen mindern. Außerdem gelte es, sich wieder viel mehr auf regionalere Kreisläufe auszurichten und damit auch die Krisenfestigkeit zu stärken.

Osterlänger präsentierte die ÖDP sowohl als glaubhafte Klimaschutzpartei wie auch als wachstumskritische Partei, und das schon sehr lange. Klimaschutz, Energiewende, Ressourcenschonung brauchen alle zwingend einen Systemumbau. Ressourcen- und Flächenverbrauch muss deutlich zurückgehen, wohingegen das Gemeinwohl, faire Löhne, Lebensqualität, Zeitwohlstand, gute Bildung für alle und wahrer gesamtgesellschaftlicher Wohlstand deutlich wachsen müssen.

Mit einem „zukunftsfähigen Programm“ lässt sich die ÖDP nicht in recht-links-Schemata zwängen. Die Teilnehmer diskutierten auch, dass die Wähler bislang derart langfristig denkende Parteien nicht mit seiner Stimme honorieren. „Dabei steht sehr viel auf dem Spiel“ so Gerhard Neuser aus Unternesselbach, der als Listenkandidat für den Bezirk kandidiert. Osterlänger ergänzte „und es wäre schade, seine Stimme an eine Partei zu verschenken, die keine guten Visionen hat“.

Die ÖDP ist schon lang die wirkliche Alternative zu den etablierten Systemparteien, die sich durch Annahme von Konzernspenden schon längst abhängig gemacht haben. „Die ÖDP ist hingegen nur wählbar und nicht käuflich“ so Osterlänger.

Jürgen Osterlänger

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