*an die FLZ, am 7./8. Juli 2007
Das Landratsamt und der Agenda 21-Arbeitskreis Energie:
Zusammenarbeit vereinbart. ödp zog darauf hin Antrag zur Klimaschutzinitiative zurück.
NEUSTADT – Eine Klimaschutzinitiative hat der Kreisverband der ödp für den Landkreis gefordert. Dazu formulierte Kreisrat Jürgen Osterlänger einen Antrag an den Kreistag,
den er aber inzwischen wieder zurück gezogen hat. Landrat Walter Schneider hat den Verstoß der ödp in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung positiv
aufgenommen.
Zum Beschluss erheben lassen wollte die ödp folgende Punkte: Start einer Klimaschutzinitiative, Einleiten von Schritten zur energetischen Selbstversorgung,
Energieeffizienzinitiative, Stärkung der Wirtschaft durch Hinwendung zu erneuerbaren Energiequellen. Für landkreiseigenen Liegenschaften sollte ein professionelles kommunales
Energiemanagement eingeführt werden, ebenso für kirchliche Einrichtungen, Wohlfahrtsverbände, Industrie und Gewerbe. Erstellt werden sollte eine Studie für eine Energiewende im
Landkreis (möglicher Titel: NEA=Nachhaltige Entwicklung Anstreben). Den Antragskatalog vervollständigten Maßnahmen zur Umweltbildung in vielen Bevölkerungskreisen ab dem
Kindergarten, ein Flächen deckendes Energieberatungsange-
bot, Darstellung der aktuellen Fördermöglichkeiten zu Energiesparmaßnahmen und Durchführung eines landkreisweiten
Stromsparwettbewerbs. Außerdem sollte der Landkreis die Resolution „100 Prozent erneuerbare Energien in Deutschland bis spätestens 2050“ unterschreiben.
Dazu erklärte Landrat Schneider im Umweltausschuss, Klimaschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auf Landkreisebene seien als Maßnahmeschwerpunkte beim
3. Klimagipfel des Bayerischen Landkreistags in Bad Windsheim die Absenkung des Energieverbrauchs und Steigerung der Energieeffizienz, die Reduzierung der Kohlenstoffdioxid-
Emissionen, die Nutzung erneuerbarer Energien, Umweltbildung und Naturschutz definiert worden. In die gleiche Richtung Schneider: „Der Antrag der ödp zielt in die gleiche
Richtung.“ Er sei von der Kreisverwaltung zum Anlass genommen worden, am 21. Juni ein Gespräch mit dem Agenda 21-Arbeitskreis Energie zu führen. Das Ergebnis sei die
Vereinbarung einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis und dem Landratsamt. Als einen ersten Schritt kündigte der Landrat den Start einer Klimaschutzinitiative
für eine Energiewende an. Demnächst werde der Kreis die Stelle eines Energie- und Gebäudemanagement – Fachrichtung Energie- und Haustechnik – ausschreiben.
Die neue Kraft werde die Baumaßnahmen des Landkreises fachlich begleiten. Ein Energiemanagement mit Controlling werde für alle landkreiseigenen Liegenschaften in
Zusammenwirken mit der Energieagentur Oberfranken durchgeführt. Antrag zurückgezogen Bürger und Mandatsträger sollten sich im Agenda 21-Arbeitskreis Energie engagieren,
appellierte der Landrat. Die Ausschüsse und den Kreistag will er laufend über den aktuellen Sachstand unterrichten.
Nach dem Gespräch hat Jürgen
Osterlänger seinen Antrag an den Kreistag zurückgezogen.
