ödpresse


16.04.2003


Atomschwindel, Verkehrsdesaster, Untätigkeit beim  Gesundheitsschutz im Mobilfunkbereich, gesellschafts-politische Absurditäten ...

... Frau Bause fordert ökologische Wähler zu absurder Nibelungentreue auf.

Erneut hat Frau Bause bei der Vorstellung des grünen Wahlprogramms für Bayern die abenteuerliche These aufgestellt, wer ökologische Politik wolle dürfe nur die Grünen wählen. Abgesehen davon, dass man bei einer Stimmabgabe für die Grünen auch die Freigabe weiterer Drogen, die Abschaffung jeglichen Rechtsschutzes für ungeborene Menschen und die staatliche Kinderbetreuung als angebliche Ideallösung unterstützt, ist festzuhalten: Die Grünen sind für den unglaublichen Atomenergie-Garantievertrag mit der Stromwirtschaft verantwortlich, den z.B. die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) als das "größte Täuschungsmanöver" bezeichnen und über den sich e-on-Atomvorstand Dr. Hohlefelder herzlich freut. Die Grünen sind für den Bundesverkehrswegeplan mitverantwortlich, den der Landesbeauftragte des Bund Naturschutz, Richard Mergner, kürzlich als "umweltpolitischen Scherbenhaufen" bezeichnet hat. Schließlich sind die Grünen für den verkorksten Verlauf und das unrühmliche vorzeitige Ende der ökologischen Steuerreform in Deutschland mitverantwortlich.

"Wütend macht aber vor allem die absolute Untätigkeit des grünen Umweltministers Trittin in Sachen Temelin und bei der überfälligen Reform des Strahlenschutzes beim Mobilfunk" sagt der ödp-Landesvorsitzende Bernhard Suttner. Hier sei ein grüner Minister in seinem eigenen Bereich untätig, weil ganz offensichtlich die Wirtschaftsinteressen der Mobilfunkbetreiber der Bundesregierung näher am Herzen liegen als die Gesundheit der Bevölkerung. "Wer angesichts dieser desaströsen Bilanz behauptet, ökologisch gesinnte Wählerinnen und Wähler hätten keine andere Wahl, als in absurder Nibelungentreue immer wieder Bündnis90/Die Grünen zu unterstützen, leidet an Realitätsverlust" urteilt Suttner und fordert die grüne Landesvorsitzende zu einem Bilanzvergleich heraus: "Genau besehen haben die bayerischen Grünen im Landtag absolut nichts erreicht, währen die ödp durch direktdemokratische Aktionen in den letzten Jahren z.B. die Streichung von fünf Standorten für neue Atomkraftwerke aus dem Bayerischen Landesentwicklungsprogramm erreichen konnte."