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Offener Brief an Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht und Schristian Schmidt bzgl. Afghanistan Sonntag, 5. Oktober 2008
Sehr geehrte Frau Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht, sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Schristian Schmidt, anlässlich der bevorstehenden Parlamentsabstimmung über eine Ausweitung der deutschen Militärpräsenz in Afghanistan möchten wir Sie im Rahmen dieses offenen Briefes auffordern, zu unseren Fragen Stellung zu beziehen. Sie sind für unseren Stimmkreis die zuständigen Abgeordneten und wir denken, dass es den interessierten Teil der Bevölkerung doch bekannt gemacht werden sollte, wie Sie darüber denken und im Bundestag abstimmen. Die grossen Anstrengungen der westlichen Welt sollten Afghanistan Sicherheit und Wiederaufbau bringen. Politisch erkannt haben jetzt viele, dass das Übergewicht des militärischen Engagements gegenüber der Wiederaufbauhilfe immer mehr Schaden anrichtet und die Stimmung in der Bevölkerung kippt. Es ist kein Geheimnis, dass die militärischen Anti-Taliban-Aktionen längst ins Gegenteil umgeschlagen sind. Die Menschen leiden unter den seit Jahren anhaltenden Kampfhandlungen, welche eine immer höhere Zahl ziviler Opfer fordert. Auch unsere über viele Jahre mühsam aufgebaute Vertrauensgrundlage und Projektarbeit ist durch diese Entwicklung gefährdet. Der Wiederaufbau, mehr denn je nötig in den ländlichen Regionen Afghanistans, trägt dazu bei, dass die Bevölkerung wieder Hoffnung schöpft. Die Entscheidung des Deutschen Bundestages, Tornados nach Afghanistan zu entsenden, geht unserer Meinung nach in die falsche Richtung. Wir fordern Sie auf, Ihre Afghanistanpolitik zu überdenken und eine kontinuierliche Reduzierung der militärischen Operationen und Ausgaben vorzunehmen. Gleichzeitig fordern wir eine Erhöhung der Mittel für den Wiederaufbau, insbesondere für den Grundbildungssektor. Doch ebenso wichtig wie die Bereitstellung dieser Mittel ist deren wirksame Umsetzung. Erschreckend sind für uns Berichte in unabhängigen Presseorganen wie z.B. den Schweizer Zeitfragen: www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr39-vom-2292008/afghanistan-2008-die-rueckkehr-zu-den-indianerkriegen oder der Bericht des Oberstleutnant Jürgen Rose im selben Blatt: www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr31-vom-2872008/deutscher-afghanistaneinsatz-ohne-politische-vernunft Haben Sie für uns besorgte Bürger Erklärungen für folgende Fragen? 1. Welche realen und nachvollziehbaren Gründe gibt es für einen Militäteinsatz in Afghanistan? 2. Was spricht gegen den für uns sehr nachvollziehbaren Vorwurf, dass der deutsche Afghanistan Einsatz im Rahmen von OEF im krassen Widerspruch steht zur Charta der Vereinten Nationen? 3. Stehen Sie uneingeschränkt zur Charta der Vereinten Nationen? 4. Was halten Sie vom Einsatz von Uranmunition in Afghanistan und an anderen Kriegsschauplätze durch Natostaaten? 5. Was spricht gegen folgende Behauptung: Wenn nur vielleicht die Hälfte der totalen Kosten für den Afghanistaneinsätze in humaitäre Hilfe, Bau von Schulen, Krankenhäuser und Infrastruktur gesteckt worden wäre, wäre für den Frieden und Menschenrechte sehr viel Positives erreicht worden. Militärische Einsätze verstärken dort Hunger, Elend, Tod und führen letzlich dazu, daß Deutschland im Schlepptau des Hasses gegen die in vielen Fällen volkerrechtswidrig handelnden USA auch in die Zielscheibe von Anschlägen gerät. 6. Für welche Veränderung dieser Ausgaben setzen Sie sich ein? 7. Sind Sie für eine schnelle Beendigung der Bundeswehrpräsenz in Afghanistan? 8. Stünden Sie für eine Prodiumsdiskussion zu diesem Themenkomplex bereit? Einlader: Ökumenisches Netz Bayern Mit freundlichen Grüßen Jürgen Osterlänger Hans-Jörg Schmid Tomi Engel |
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Presseauszug von www.oedp-bayern.de Montag, 29. September 2008
Landesvorsitzender Bernhard Suttner: „Von CSU/FDP-Regierung ist nichts Gutes zu erwarten“ Der Vorstand der bayerischen ödp ist über das Wahlergebnis von 2,0% (entspricht 211959 Stimmen) (+/-0,0%, entspricht +11856 Stimmen) enttäuscht. Nach dem guten Kommunalwahlergebnis vom Frühjahr und dem Mitgliederanstieg auf über 4.000 Mitglieder hätten wir einen deutlichen Zuwachs erwartet. Landesvorsitzender Bernhard Suttner erklärt, dass durch einen rein themenorientierten Wahlkampf kaum mehr als die Stammwählerschaft zu erreichen war: „Es gab offensichtlich Unmut über die CSU, aber nicht den Wunsch nach einer anderen Politik.“ Mit den neuen Mehrheitsverhältnissen in Bayern wird es keine Abwendung vom Atomrisiko geben und es steht zu befürchten, dass die Fixierung auf den Ausbau der Flugplätze und der Schnellstraßen durch Bayern weitergehen wird. Freie Wähler und FDP als künftige neue Koalitionspartner sind schließlich der gleichen Wachstumsideologie verpflichtet wie die CSU selbst. „In einer CSU/FDP-Regierung werden zudem wichtige Wertepositionen bei der embryonalen Stammzellenverwertung und bei der landwirtschaftlichen Gentechnik noch mehr gefährdet sein“, so Suttner. Die Gremien der ödp werden in nächster Zeit die Lage tabulos analysieren und nötige Kurskorrekturen vornehmen. » Ergebnisse des Landeswahlleiters |
| FLZ-NEA, Windsheimer Zeitung Freitag, 11. Juli 2008
Aktion Klimaschutz – Jetzt!
Einführung der Kerosinsteuer.
Mainz. Leben mit Zukunft. Eine Aktion der ödp V.i.S.d.P. Dr. Claudius Moseler, ödp-Generalsekretär Pressemitteilung an die FLZ: Aktion Klimaschutz jetzt mit der längst überfälligen Einführung der Kerosinsteuer. Der gewerbliche Flugverkehr ist von der Mehrwertsteuer auf internationalen Tickets, der Ökosteuer und der Mineralölsteuer befreit. Dadurch entgehen dem Staat Steuereinnahmen von fünf Milliarden Euro. Zudem greifen umfangreiche Subventionen der öffentlichen Hand: Grundsteuerbefreiungen von Flughäfen, direkte Beihilfen und Förderungen für Fluggesellschaften und Flugzeugindustrie, Bau von Flughäfen, Defizitübernahmen von Flughäfen, Steuervergünstigungen für Investitionen in den Flugzeugfond sowie bodenseitige Infrastrukturen (Straßen, Bahn, Nahverkehr).
Daher fordert die ödp die Bundesregierung im Rahmen einer Unterschriftenaktion auf, möglichst umgehend eine Kerosinsteuer von etwa 65 Cent/Liter einzuführen, was auch dem gesetzlich festgelegter Steuersatz bei Privatflugzeugen entspricht. Durch diesen Schritt würde man den Billigfliegern mit ihren subventionierten Dumpingpreisen wirksam entgegenwirken, um die Bahn auf innerdeutschen Strecken zu einer echten Alternative zu machen. Wir fordern neben der Aufhebung der Wettbewerbsverzerrungen die Einberechnung der ökologischen und sozialen Folgekosten in die Flugtickets, wirksamen Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm, ein konsequentes Nachtflugverbot und die Verlagerung von Kurzstrecken-Flügen auf die Bahn. Unterschriftslisten sind beim ödp Kreisverband unter Tel. 09104-1431 erhältlich oder auf als PDF-Datei abzurufen. Diese lässt sich dann gleich problemlos ausdrucken. Mit der freundlichen Bitte um Veröffentlichung Jürgen Osterlänger, ödp Direktkandidat für den Landtag ödp Kreisverband Neustadt/Aisch - Bad Windsheim |
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FLZ-NEA, Windsheimer Zeitung Freitag, 13. Juni 2008
Vortrag von Lothar Mayer: Ausstieg aus dem Klimacrash.
Emskirchen. Ganz offensichtlich ist das kapitalistische System nicht darauf angelegt, eine nachhaltige Marktwirtschaft hervorzubringen, die die natürlichen Lebensgrundlagen schont und pflegt. Die konstruktive Nachbesserung, die der volkswirtschaftlich geprägte Naturwissenschaftler und Buchautor Lothar Mayer aus München vorstellte, geht von folgenden Basisdaten aus: In einem nachhaltigen Regime kann die Biosphäre global etwa 11 Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aufnehmen und verarbeiten. Diese sehr konkrete, belastbare Existenzgrundlage wird allen Menschen als Grundbedürfnisbudget in Form von zwei Tonnen CO2 pro Kopf pro Jahr zugeteilt (eine Person, ein Emissionsrecht). Selbstverständlich kann dies nicht von einem Tag auf den anderen und auch nicht von einem Jahr zum nächsten geschehen. In der praktischen Realisierung würde jedes Land mit seiner aktüllen Pro-Kopf-Quote beginnen (ca. 11 Tonnen CO2/Kopf in Europa und den meisten Industrieländern, ca. 22 Tonnen in USA); diese Quote verringert sich jährlich um 2,5 %, so dass alle Länder am Ende einer Übergangszeit von 40 Jahren bei 2t/Kopf/Jahr konvergieren.
Auf der Angebotsseite wären dann alle Güter und Dienstleistungen mit der CO2-Belastung ausgezeichnet, die bei ihrer Produktion und ihrer Verteilung anfallen. Ebenso wie den Preis in €, $ oder ¥ liest der Scanner am Kassenterminal die CO2-Belastung von den Etiketten ab und zieht sie von dem auf der Kredit- oder EC-Karte des Kunden gespeicherten CO2-Guthaben ab. Die Umsetzung dieses einfachen Prinzipes würde nur vernachlässigbare Verwaltungskosten nach sich ziehen, da es sich um nichts anderes handelt als einen weiteren Wertstrom, der nach dem Modell der Mehrwertsteür organisiert und überwacht werden kann. Ein signifikanter Kostenfaktor (auch dieser weit unter dem, was für die Kernenergienutzung oder die Kohlesubventionierung ausgegeben wurde) wäre der Forschungsaufwand, der nötig wäre, um die CO2-Kosten aller Güter und Dienstleistungen zu bestimmen. Es gibt jedoch in Europa umfangreiche Vorarbeiten auf dem Gebiet der Ökobilanzen und Lebenszyklusanalysen, auf die man zurückgreifen könnte. In der Anfangszeit könnte man ohnehin mit groben Schätzungen arbeiten und es den Anbietern überlassen, die nötigen Analysen zu liefern, wenn sie die ihnen zugeschriebene Belastung für überhöht halten. Der wesentliche Aspekt ist die mikro-ökonomische Wirkung, die von einer so einfachen, wenn auch fundamentalen Modifikation der Randbedingungen ausgeht. Wenn CO2 als Begrenzungsfaktor installiert ist, konzentrieren sich die wirtschaftlichen Anstrengungen und ein großer Teil des technischen Innovationspotentials darauf, die energieeffizientesten und umweltfreundlichsten Angebote für die Erfüllung der Grundbedürfnisse anzubieten. Dies würde zürst gemächlich anlaufen und dann, wenn das verfügbare CO2-Volumen spürbar schrumpft, sich immer schneller ausbilden. Diese Entwicklung wird "voll"automatisch gesteuert durch die Tatsache, dass die CO2-Rechte auf Pro-Kopf-Basis an die Nachfrager verteilt werden. Das Projekt hat den Vorzug, dass es nicht an die Grundmechanismen der Marktwirtschaft rührt. Der freie Markt, das Privateigentum, der Wettbewerb, das Gewinnstreben, die Preisfindung und Investitionssteürung durch Angebot und Nachfrage, die die einmalige Dynamik der kapitalistischen Marktwirtschaft ausmachen, können uneingeschränkt ihre Wirkung entfalten. Die entscheidende Innovation ist eine Änderung der Randbedingungen, die für alle in gleicher Weise gilt – und damit die Marktwirtschaft unberührt lässt. Unschätzbar wäre die Friedensdividende des Projekts. Der Druck der Energiekrise, der sich in nicht allzu ferner Zukunft in bewaffneten Konflikten entladen muss, würde in die Entwicklung der weitgehend selbstversorgenden heimischen Solarwirtschaft umgelenkt. Eine weitere willkommene Nebenwirkung würde darin bestehen, dass dem organisierten Verbrechen der (goldene) Boden entzogen würde. Drogenkartelle und Mafia-Organsisationen, der illegale Waffenhandel und der Handel mit Frauen und Kindern würden uninteressant werden, weil die Milliarden-Dollar-Profite nur noch Spielgeld wären, weil man sich ohne Zugriff auf CO2-Rechte nichts mehr dafür kaufen könnte. Bei der Veranstaltung waren 21 interessierte Zuhörer. Alle aufgeworfenen Fragen der Umsetzung und Wirksamkeit wurden zufriedenstellend beantwortet, sodass dieses Thema im ödp Kreisverband weiter verfolgt werden wird. Eine ausführliche Darstellung und Begründung liefert die Website des Autors http://www.lothar-mayer.de/ |
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FLZ-NEA, Windsheimer Zeitung Freitag, 30. Mai 2008
Referat vom ödp-Energieexperten Tomi Engel
Vom Erdölverbraucher zum SolarbürgerEmskirchen. Die unpoluläre Wahrheit über den wahren Zustand unserer Energieversorgung führte der Energieexperte Tomi Engel von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie bei einem Energie-Themenabend des ödp-Kreisverbandes sehr deutlich vor Augen. Die Ölförderung ist am Maximum angekommen und wird von nun an Jahr für Jahr fallen, weil die Förderquellen nicht mehr so viel hergeben. Nicht die kindliche Frage „Wann gibt es kein Öl mehr?“ ist entscheidend, sondern: „Wann ist der Punkt erreicht, an dem die weltweite Produktion nicht mehr gesteigert werden kann oder die geförderte Menge nicht mehr ausreicht, um die Nachfrage im gewünschtem Maße zu befriedigen?“ Eine Kompensation der Energielücke mit Kohle, Gas oder noch mehr Atomkraft ist nicht möglich und wäre klimapolitisch fatal. Hier hat die Politik sträflich versagt, das Volk und die Wirtschaft auf diese Situation vorzubereiten, wie es die Umweltverbände seit vielen Jahren fordern. Die Zusammenhänge sind seit Jahren bekannt, werden aber von allen staatstragenden Parteien leider totgeschwiegen. Noch ist unsere Volkswirtschaft zu 94 % von fossiler oder atomarer Primärenergie abhängig - bei Strom steht der Anteil bei 86%. Die begonnenen Preisspiralen nach oben bei den alten Energieformen und im Nahrungsbereich wird sich damit den Marktgesetzen entsprechend fortsetzen. Steuernachlässe würden den Handlungsdruck nur vorübergehend herausnehmen und schnell durch weitere Preissteigerungen aufgezehrt werden. Je länger unsere privaten wie öffentlichen Haushalte mit der Ausschöpfung aller Einsparmöglichkeiten wie z.B. der Gebäudedämmung warten, desto schwerer wird es sein, das nötige Kleingeld für Investitionen aufzubringen. Armut und Not scheint in diesem Fall auch bei uns zu drohen. Alle bisherigen Ölkrisen sind nur ein kleiner Klacks gegenüber dem, was uns bevorsteht. Im positiven Teil des Vortrages wurde als Ausweg die Umstellung der Energieversorgung auf 100 % Erneuerbare nachvollziehbar beschrieben und anhand einiger bereits heute in Deutschland bestehenden Regionen mit 100%iger Eigenversorgung dokumentiert. Und mit einer geschickten Vernetzung von verstreuten Wind-, Solar-, Biomasse- und Wasserkraftanlagen kann die Energieversorgung ganzjährig organisiert werden. Dieses regenerative Kombikraftwerk zeigt, wie durch die gemeinsame Regelung kleiner und dezentraler Anlagen bedarfsgerecht und zuverlässig Strom bereitgestellt werden kann. (mehr Infos: http://www.kombikraftwerk.de/ ) Der elektrischen Strom wird dann die dominierende Energieform sein. Hohe Wärmeverluste mit schlechten Wirkungsgraden an allen möglichen Stellen (Kraftwerke, Verbrennungsmotoren, Hausfassaden) kann sich in Zukunft keiner mehr leisten. Die Erneuerbaren Energien werden von der Fläche geerntet, die damit immer wertvoller werden wird und nicht an Konzerne abgegeben werden sollte. Die komplette Energieinfrastruktur wird kleinräumig werden mit unabhängigen Regionen, die nicht erpressbar sind. Die Anlagen werden vorwiegend in privater oder kommunaler Hand sein, die ein langfristiges sicheres Einkommen sichern und wichtige Bausteine der Daseinsvorsorge sein werden. Im letzten Teil ging Engel auf den Verkehrssektor ein. Die Mobilität wird für Kurz- und Mittelstrecke auf Elektroautos umgestellt werden. Mit diesen erzielt man eine 50 bis 200 mal so hohe Mobilität im Vergleich zu z.B. Pflanzenöldieselfahrzeugen, wenn man die Strom- bzw. Ölernte von derselben Fläche annimmt. Und das ohne die direkte Konkurrenz mit dem Nahrungsmittelsektor, weil sich ja Strom auch von Dächern gewinnen lässt. Um die Markteinführung von erschwinglichen Elektroautos zu beschleunigen, stellte Engel eine Sammelbestellung als Aktion der DGS (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie) vor, bei der jeder Interessent mitmachen kann. Eine Vielzahl von Prototypen stehen kurz vor dem Kleinserienanlauf. "Wohlstand durch 100% Erneuerbare Energien oder Armut" lautet am Ende die Wahl, vor der wir stehen und für die jeder die richtigen Weichen stellen muss, wobei die Zeit drängt. |
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FLZ-NEA, Neustadt/Windsheimer Zeitung Dienstag, 11. November 2007
vom ödp-Kreisverband: Jürgen Osterlänger
ödp unternahm Vorstoß für elekrtrisch angetriebe FahrzeugeEmskirchen: Der ödp-Kreisverband hat jüngst eine Initiative auf den ödp-Landesparteitag in Würzburg (10.11.2007) unternommen, um elektrisch angetriebene Fahrzeuge auch politisch zu fördern und zu fordern. Ein Firmenbesuch bei der Firma Citycom AG in Aub (Landkreis Würzburg) [auch am letzten Samstag] belegte, dass diese Technik ausgereift ist und dass solche Fahrzeuge die richtige Antwort sind auf steigende Kraftstoffpreise und schwindende Ölvorkommen, ohne die Mobilität einzuschränken. Wer maximale solare Energieeffizienz will, kommt am Elektroauto nicht vorbei. Daher will die ödp mit Hybrid-Fahrzeugen und vor allem mit reinen Elektroautos den zügiger Einstieg in eine ganzheitliche solare Energiestrategie einleiten. Flächeneffizienz - Faktor 20 bis 100
Betrachtet man die Anzahl der Fahrzeuge, die von einem Hektar Fläche versorgt werden können, so ist die "Ernte" von elektrischer Energie um ein Vielfaches effizienter als Sprit vom Acker. Zudem steht diese "Treibstoffproduktion" nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion oder dem Natur- und Artenschutz. Solaranlagen können zudem besonders gut auf Gebäuden, Parkplätzen und Garagen montiert werden, wo gar keine Pflanzen wachsen können. Der Besuch einer Gruppe von ödp-lern in der wohl kleinsten Autofabrik Deutschland unweit unserer Landkreisgrenze untermauerte die Ansicht des Kreisverbandes. In Zeiten, in denen die Spritpreise unaufhaltsam steigen, ist z.B. der CityEL neben anderen Angeboten in diesem Segment mit seinem strombetriebenen Motor nicht nur eine gute Alternative, den eigenen Geldbeutel zu schonen, sondern auch die fossilen Brennstoffe. Und durch den geringen Energiebedarf ist es besonders günstig, Elektrofahrzeuge voll regenerativ zu betreiben. Knapp vier Quadratmeter Fläche einer Solar-Stromanlage erzeugen ausreichend Energie, um mit einen solchen Leichtfahrzeug mehr als 5.000 Kilometer im Jahr fahren zu können. Wer Strom aus regenerativen Energieträgern bezieht, wird eine so organisierte Mobilität in der Stromrechnung kaum spüren. Bei gängigen Ökostromanbietern liegen die Stromkosten bei 37,50 Euro im Jahr für eine Fahrleistung von 5.000 Kilometern. So günstig kann umweltfreundliche Mobilität sein. Elektrisch angetriebene (Leicht-) Fahrzeuge sind allerdings mit der heutigen Akkutechnik in der Reichweite noch begrenzt. Arbeitswege von bis zu 50 km täglich sind jedoch machbar, mit klar steigender Tendenz. Immer mehr Fahrzeugbestellungen belegen, dass elektrisch angetriebene Fahrzeuge aus ihrem Schattendasein langsam heraustreten. |
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FLZ-NEA, Neustadt/Windsheimer Zeitung Dienstag, 30. Oktober 2007
vom ödp-Kreisverband: "Nicht kaputt sparen"
Plädoyer für die Förderung der MusikschuleNeustadt - Der Kreisverband der Ökologisch-Demokratischen Partei hat sich in seiner Hauptversammlung eindeutig zum Erhalt und zur weiteren Unterstützung der Musikschule im Landkreis bekannt. Nach ihrem Willen soll der jährliche Zuschuss in Höhe von 100 000 Euro verlässlich auch in den kommenden Jahren gewährt werden. "Ein derartiger Schatz soll nicht leichtfertig kaputtgespart werden.", so Vorsitzender Jürgen Osterlänger in einer Erklärung gegenüber der Fränkischen Landeszeitung. Im Unterschied zu den Musikstudios, Musikinstituten, Musikwerkstätten und den Musikzügen, die allesamt sicher auch sehr gute musikalische Erziehung für Kinder anbieten würden, habe die Musikschule den Status einer Schule, wurde argumentiert. Diesen "Luxus" solle sich der Landkreis leisten. Sie sei "sehr wertvoll für die kulturelle, geistige und soziale Entwicklung von Kindern". Die Mitwirkung in verschiedenen Ensembles auch im Namen des Landkreises hat auch eine gewisse Fernwirkung. Bildung, so der ödp-Kreisverband, "ist eine unserer wichtigsten Rohstoffe und darf nicht eingeschränkt werden. Die anderen genannten Musikeinrichtungen kamen bislang auch so über die Runden und werden es weiterhin schaffen. Bei der Musikschule im Landkreis ist das hohe Niveau nur mit Hilfe des Landkreises zu schaffen". Der ödp-Kreisverband zeigte sich froh darüber, in Dietmar Sollner aus Emskirchen einen neuen, engagierten und kompetenten Internetbeauftragten zu haben. |
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FLZ-NEA, Windsheimer Zeitung Mittwoch, 23. April 2007
von Jürgen Osterlänger: Büchergeld Popularklage
Obwohl der Bayerische Verfassungsgerichtshof in seinem Urteil vom 19. April 2007 das von CSU und Staatsregierung eingeführte Büchergeld
für verfassungskonform erklärt hat, bedeutet nach Ansicht des ödp-Kreisverbandes dieser Richterspruch das mittelfristige Ende des Büchergeldes
in Bayern. Das Gericht hat nämlich andererseits den Landtag verpflichtet, die Höhe des Büchergeldes regelmäßig auf seine Notwendigkeit zu überprüfen.
Wenn das Büchergeld aber gesenkt werden muss und der Verwaltungsaufwand trotzdem gleich bleibt, kann man es auch gleich streichen!Die Eingabe wurde im November 2005 mit 23 vom Büchergeld betroffenen Mitgliedern der Ökologisch-Demokratischen Partei eingereicht. Bei dem vom Gericht indirekt aber deutlich angeregten niedrigeren Büchergeldsatz wird das Verhältnis von bürokratischem Kostenaufwand bei den Kommunen und Ertrag für die Staatskasse nicht mehr zu rechtfertigen sein. Auf den ersten Blick haben wir zwar verloren. Der zweite Blick auf das jetzt ergangene Urteil eröffnet jedoch eine ganz andere Perspektive: Das Gericht spricht nämlich ausdrücklich von einer „unsicheren Datenlage im Zeitpunkt des Gesetzeserlasses“ und verpflichtet den Gesetzgeber dazu, „die tatsächliche Entwicklung sorgfältig zu beobachten“. Nach unserer Ansicht bedeutet der höchst interessante und überraschende zweite Leitsatz des Urteils im Klartext folgendes: „Der Landtag hat auf Geheiß der Staatsregierung seinerzeit überhastet und ohne Ermittlung der tatsächlichen Verhältnisse bei den Lernmittelkosten gehandelt. Es wird womöglich von den Eltern zu viel Geld abkassiert. Diese Fehler müssen in nächster Zeit korrigiert werden. Das Büchergeld hat in dieser Höhe wohl keinen Bestand“. Das Büchergeld muss deshalb über kurz oder lang verschwinden. Falls der Landtag diese familienfeindliche und nachweislich noch dazu überhöhte Bildungsabgabe nicht umgehend abschafft, wird die ödp das Büchergeld zu einem Schwerpunkt des Landtagswahlkampfes 2008 machen. Das Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichts fordert dazu geradezu auf: In den Ausführungen der Richter wird die Frage, ob Bildungskosten nicht besser aus Steuermitteln und damit von allen Staatsbürgern zu bezahlen sind, ausdrücklich als Frage „politischer Art“ bezeichnet, die vom Gericht nicht beantwortet werden könne. Gegebenenfalls sollen die Wähler 2008 dazu ein eigenes Urteil sprechen und der familienfeindlichen Büchergeld-CSU einen Denkzettel zu verpassen. |
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Text für:
Neustadt - Bad Windsheim |
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